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leiſe vor ſich hin— niemals!— Es fröſtelte ſie— ſie ſuchte ihr Lager wieder auf und verfiel endlich in einen von ängſtlichen Träumen beunruhigten Schlummer.
Im Laufe des Tages wurde ſie zwar wieder ruhiger, und die Bilder ihrer in ſo hohem Grade aufgeregten Phantaſie begannen zu erblaſſen, aber ſie nahm ſich feſt vor, niemals mehr Augenzeuge eines Elendes zu ſein, das zu ändern oder nur zu mildern doch nicht in ihrer Macht lag. Die Ruſſen und ſelbſt der Fürſt ſahen in dieſen armen Gefangenen, die man mit ſo barbariſcher Grauſamkeit behandelte und einem ſicheren, qualvollen Tode entgegenſchleppte, nichts als die Gegenſtände ihrer Rache: Ketzer und Räuber, die gekommen waren, um den Boden Rußlands zu erobern und zu plündern; Mord⸗ brenner, welche ſelbſt das heilige Moskau den Flammen geopfert hatten! Alles Mitgefühl war in dem ſonſt gut⸗ müthigen Charakter der Ruſſen erſtorben, ſie dürſteten nur nach Rache und Vergeltung. Selbſt die Weiber wurden
zu Hyänen, welche die Hinſinkenden mordeten und in
wilder Wuth um die zerfleiſchten Leichen umhertanzten. Krieg und Vertilgung war die Loſung— Krieg bis aufs Meſſer und Vertilgung bis zum letzten der Feinde!
Das wußte ſie, das hörte ſie täglich und hatte ſelbſt ieden doch vergeblichen Widerſpruch aufgegeben. Aber auch in ihrem Herzen loderte die Flamme der Rache, und
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