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welches ſie während des Sommers und das er ihnen geraubt hatte.
Sinnend ſtand ſie noch immer am Fenſter und konnte ſich von dieſem Sit nicht losreißen. Der Winter war gek umen und hatte verſchwenderiſch ſeine beſten Gaben 1 leichteſten, anmuthsvollſten Form überall ausge⸗
breitet und ſchien lächelnd und ſchmeichleriſch zu fragen,
ob dies alles nicht weit ſchöner und dauernder ſei, als die vergängliche Pracht des Frühlings und des Sommers. Nicht der leiſeſte Luftzug bewegte die feinen, weiß über⸗ zogenen Zweige der ſchlanken Birken, welche wie eitle, geputzte Mädchen da ſtanden, die ſich gegenſeitig bewun⸗ dern. Nur hier und da fielen einzelne welke Blätter mit leiſem Geräuſche zu Boden hinab, denen das Geſchenk des neuen Herrſchers zu ſchwer geworden war oder die es nicht tragen mochten, weil ſie dem alten treu geblieben waren und lieber mit ihm ſterben wollten. Es ſah Alles friſch, ſtark und gekräftigt aus, das herbſtliche, an das Vergehen mahnende Bild war verſchwunden und an ſeine Stelle ein anderes, von der Jugend eines kommenden Zuſtandes gekennzeichnetes, getreten— und darüber lag der Sonnenſchein klar und hell wie ſonſt— aber ohne Wärme.
Die Natur, welche uns immer in jeder Form und in jeder Geſtalt ergreift und bewegt, wenn unſer Inneres


