Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 2. Theil (1865)
Entstehung
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den, hauptſächlich deßhalb, weil er ſelbſt nicht im Ent⸗ fernteſten an eine lange Lebensdauer des Fürſten glaubte. Das Beſtreben, Reichthum zu erwerben, ein Zug ſeines Charakters, welcher nahe am Geize und der Habſucht hin⸗ ſtreifte und nur durch andere Rückſichten gemildert wurde, ließ auch hier nur die großen materiellen Vortheile in den Vordergrund treten. Heirathen aus reiner und wirklicher Neigung hielt er überhaupt für eine Thorheit, Standes⸗ und andere Intereſſen ſtanden bei ihm ſtets in erſter Reihe, und er würde daher auch zu der Heirath ſeiner Tochter mit einem Armen oder auch nur mit einem Bürgerlichen niemals ſeine Einwilligung gegeben haben. Er war übri⸗ gens eben ſo feſt davon überzeugt, daß ein ſolcher Fall niemals eintreten könne. Weßhalb ſollte daher ſeine ein⸗ zige Tochter nicht einen ruſſiſchen, über eine Million ver⸗ fügenden Fürſten heirathen, wenn an demſelben ſonſt auch Manches zu wünſchen übrig blieb? Er fand die Idee ſei⸗ nes Wirthes, welche ihn noch vor Kurzem ſo überraſcht hatte, jetzt bereits in vielfacher Beziehung ganz annehmbar und vortheilhaft, und indem er daher innerlich auf die Seite des Fürſten trat und ſeine eigenen Wünſche damit vereinigte, ſtiegen ſehr erhebliche Bedenken hinſichtlich Hed⸗ wig's Zuſtimmung in ihm auf.

Der Fürſt hatte den Grafen eine Zeit lang ſchweigend angeblickt und vergeblich auf eine Antwort gewartet, wäh⸗