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Opfern, wünſchte. Es entſprang dieſe Anſicht aus der Ueberzeugung, daß Rußland in einem Kriege mit Napo⸗ leon unterliegen werde, und es daher vorzuziehen ſei, nachzugeben, als ſich ſpäter härteren Bedinßungen fügen zu müſſen. Ueber den Patriotismus dieſes jetzt fünfund⸗ fünfzig Jahre alten Staatsmannes, der ſich bereits in einer früheren Stellung als Beförderer des Handels und der Induſtrie große Verdienſte erworben, konnte ein Zweifel irgend einer Art nicht obwalten, aber die alt⸗ ruſſiſche, die Kriegspartei, ſuchte ihn unter jeder Be⸗ dingung zu ſtürzen. Der Kaiſer hatte den Plan gefaßt, nochmals einen beſonderen Botſchafter nach Paris an Napoleon zu ſenden, weil der dortige ruſſiſche Geſandte, der Fürſt Kurakin, mit Napoleon auf einem etwas ge⸗ ſpannten Fuße ſtand, ſo daß von weiteren Unterhand⸗ lungen durch ihn kein beſonderer Erfolg zu erwarten war. Man hatte dazu den Grafen Neſſelrode auserſehen, wel⸗ cher eine Zeit lang Geſandtſchafts⸗Secretär in Paris geweſen, dann dem Congreſſe in Erfurt beigewohnt hatte und von Napoleon mehrmals ausgezeichnet worden war. Der Graf ſchien deßhalb die geeignete Perſönlichkeit; man nahm jedoch an ſeiner Jugend Anſtoß, denn er war damals erſt einundvierzig Jahre, ein Alter, das nach ge⸗ wöhnlichen Begriffen keineswegs als ein Hinderniß an⸗ geſehen werden konnte, von der Kriegspartei aber, welche


