Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 1. Theil (1865)
Entstehung
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wenn man das Ziel aufs Korn genommen hat. Alſo würde ich mich entweder ſogleich oder bald verlieben, oder gar nicht, und da das Erſtere ſehr unſicher wäre, beſon⸗ ders weil ich jetzt, unmittelbar vor dem Kriege, nicht die mindeſte Neigung zu ſolcher Thorheit verſpüre, wirſt du mir darin beipflichten, daß es das Beſte iſt, daß ich mich nicht verliebe, wozu ich übrigens ohnehin feſt entſchloſ⸗ ſen bin.

Es iſt mit dir über ernſthafte Dinge nicht zu reden, erwiederte ſie verdrießlich, dein Leichtſinn läßt keine ver⸗ nünftige Erwägung zu.

Ich danke dir für dieſes offene Geſtändniß. Leicht⸗ ſinnig nennſt du mich? Immerhin. Es ſcheint mir beſ⸗ ſer, mit dreißig Jahren etwas leichtſinnig zu ſein, als Talent und Reigung für ſo verwickelte Plane zu entfal⸗ ten. Ich bin übrigens jetzt wirklich ſehr geſpannt, dieſe ſchöne deutſche Gräfin zu ſehen, obgleich ich nicht glaube, daß ich mich in ſie verlieben werde, da ich in dieſen Din⸗ gen, wie du weißt, etwas ſchwerfällig bin.

Wir werden dich alſo heute ſicher zum Diner erwar⸗ ten und du wirſt nicht wieder einen Vorwand erfinden, um dich zu entſchuldigen?

Wenn der Dienſt mich nicht in Anſpruch nimmt, was ich jedoch nicht glaube, ſo komme ich ganz beſtimmt. Wir werden in einer Stunde wahrſcheinlich ausfah⸗