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tem Intereſſe, denn wenn eine Frau die andere ſchön nennt, ſo muß dieſe wirklich ſehr ſchön ſein!
Du haſt, wie ich dir ſchon oft geſagt, über uns Frauen ſehr befangene und vorgefaßte Anſichten; aber abgeſehen davon, das junge Mädchen iſt wirklich ſchön.
So beſchreibe ſie mir; was hat ſie für Augen, Haare? Iſt ſie groß oder klein, voll oder mager?
Du magſt dir ſelbſt ein Urtheil bilden, Alexander; wozu mich in eine nähere Beſchreibung einlaſſen, da du ſie ſehen wirſt— der Fürſt ladet dich heute zum Diner ein.
Ich werde nicht verfehlen, zu erſcheinen; ſo wenig anziehend ſeine Diners auch ſonſt für mich ſind, heute iſt es anders.
Meine Perſon ſcheint bei dir nur eine Nebenrolle zu ſpielen?
Bin ich nicht hier? Beſuche ich dich nicht an jedem Tage, wo es meine Zeit irgend erlaubt, um mit dir zu plaudern, wenn ich weiß, daß du allein biſt— aber die⸗ ſer grämliche, ewig verdrießliche und mit ſeiner eingebil⸗ deten Krankheit beſchäftigte Fürſt— nach dem empfinde ich nicht die geringſte Sehnſucht, und ſelbſt ſeine ſonſt gute Küche und noch beſſeren Weine vermögen es nicht, ſie her vorzurufen.
Ich habe dir ſchon ſo oft meine Anſicht über dieſen


