Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 1. Theil (1865)
Entstehung
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es nöthig iſt, und ſo hoffe ich dich wenigſtens den Winter über noch hier zu behalten. Ich hoffe das auch, aber wünſche, daß es dann auch Ernſt werde. Wünſcheſt du denn ſo ſehr, mich zu verlaſſen? Wozu uns mit ſolch thörichten und nutzloſen Gedan⸗ ken beſchäftigen, ſagte er heiter; ich bin Soldat, Offizier des Kaiſers— könnteſt du es billigen, wenn ich anders dächte? Dennoch macht es mich ſehr traurig, und der Tag, an welchem ich dich ſcheiden ſehen muß, ſcheiden, um viel⸗ leicht niemals wiederzukehren, wie meinen ſeligen Mann, wird der traurigſte meines Lebens ſein! Du machſt deinem ſeligen Manne damit kein großes Compliment, erwiederte er lächelnd— aber vorläufig bleibe ich ja noch hier; laß uns deßhalb die Gegenwart nicht durch Gedanken an die Zukunft verkümmern. Was gibt es Neues? Ich höre, eure lang erwarteten deutſchen Gäſte ſind endlich angekommen— erzähle mir das Nähere, wie ſehen ſie aus, iſt das Mädchen hübſch? Hübſch iſt nicht der rechte Ausdruck. So iſt ſie häßlich? Rein, ſie iſt weder hübſch noch häßlich, ſondern ſchön. Du ſetzeſt mich in Erſtaunen, ſagte er mit geſteiger⸗

3.