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ſetzt, und erſt nachdem ſie den Zettel nochmals ſorgfältig erwogen und dem Monſieur Rénard die größtmögliche Sorgfalt empfohlen hatte, verließ ſie wieder die Küche und begab ſich in ihre eigenen Zimmer. Die Einrich⸗ tung derſelben unterſchied ſich nur wenig von derjenigen der übrigen, es ſchien Alles mehr oder weniger nach Einer Schablone angeordnet zu ſein. Sie bewohnte eine Reihe von Gemächern, wovon jedes einen beſonderen Zweck hatte, ohne daß ein Bedürfniß dazu vorhanden geweſen wäre. Bedürfniß iſt bekanntlich ein ſehr dehnbarer Be⸗ griff, ſo daß der Arme, wenn er mit ſeiner Familie in einer geräumigen, hellen und warmen Stube wohnt, ſein Bedürfniß vollſtändig befriedigt findet, während der Reiche eine Reihe von Zimmern dazu nicht mehr für ausreichend hält. Auch hier bleibt die alte Streitfrage unentſchieden, ob es glücklicher mache, recht wenig Bedürfniſſe zu haben, oder die Fähigkeit und die Mittel zu beſitzen, möglichſt viele befriedigen zu können. Bei dem Erſten hungert und entbehrt man, bei dem Letzten wird man bald überſättigt und zum Genuſſe unfähig und ſo liegt auch hier, wie überall, die Wahrheit in der Mitte. Der⸗ jenige, welcher im ſteten Kampfe mit der nothdürftigen Befriedigung ſeines Magens liegt, der alle ſeine geiſtigen und körperlichen Kräfte dazu verwenden muß, um die gröbſte Sorge, die um die Nahrung, zu befriedigen, kann


