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hofft— er hatte nicht einmal darauf gehofft, ſondern dies als ſelbſtverſtändlich angenommen.
Statt deſſen erfolgte das Gegentheil. Sie mied ihn, ſtellte ſogar ihre ſonſt faſt täglichen Beſuche bei ſeiner Mutter ein, und wenn der Zufall ſie mit ihm zuſammen⸗ führte, war ſie gemeſſen, förmlich, kalt.
Er fühlte ſich mit Recht verletzt und ſetzte ihrem Be⸗ nehmen ein gleiches entgegen. Es kränkte ihn tief, ſich gerade von ihr verkannt zu ſehen, obwohl er ſich dies nicht eingeſtehen wollte; aber dieſes Gefühl trat bei ihm bald in den Hintergrund, denn ſein Denken und Empfin— den wurde in anderer Weiſe in Anſpruch genommen. Es kamen Stunden tiefer Schwermuth und dann wieder gro⸗ ßer Unruhe und Aufregung über ihn. Er machte ſich dann Vorwürfe, daß er ſo ſchnell und ohne Vorbehalt dem Grafen ſeine Zuſage gegeben hatte. War er dazu verpflichtet? Hatte er ſich ſo gebunden, daß er einen Plan; den er ſo feſt beſchloſſen, den er ihr nunmehr endlich als beſtimmt ausführbar abermals mitgetheilt hatte, dennoch wieder aufgeben mußte? Und weßhalb? Damit ſie, deren Laune er ſchon einmal zum Spielballe gedient, noch mehr Vermögen erhalte, als ſie ohnehin ſchon beſaß, Güter, auf die ſie ſelbſt keinen Werth zu legen ſchien. Was kümmerte ihn überhaupt noch dieſe Gräfin, und weßhalb war er ſo thö⸗ richt geweſen, ihrem Glücke ein ſolches Opfer zu bringen,


