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Es wird eine ganz neue Welt für mich aufgehen, ſprach ſie in demſelben Tone weiter, hier iſt es ohnehin ſo bodenlos langweilig; darum reiſen wir, reiſen wir ſo bald als möglich. Und ſollte ich ſpäter wirklich einmal alle dieſe Tauſende von Leibeigenen beſitzen, dann laſſe ich ſie Alle an Einem Tage frei— nicht wahr, das darf ich, Papa? O, das wird ein Feſt werden!
Du kannſt mit dieſen Menſchen machen, was du willſt, ſagte lächelnd der Graf, dem der excentriſche Ideen⸗ gang ſeiner Tochter nichts Neues war; wenn du aber wirklich eine ſolche Thorheit begingeſt, ſo würdeſt du fin⸗ den, daß für die meiſten Menſchen die Freiheit weit ſchwe⸗ rer zu ertragen iſt, als die Knechtſchaft.
Nun, das wird ſich ja ſpäter finden, wenn der gräm⸗ liche Vetter geſtorben iſt und ich ſeine Univerſal⸗Erbin geworden bin. Aber unſere hieſigen Angelegenheiten lie⸗ gen mir dennoch vorläufig mehr am Herzen, ſprach ſie plötzlich wieder ernſt und ihren Vater feſt anſehend wei⸗ ter; hat Herr Rohneck wirklich eingewilligt, hier zu blei⸗ ben und nicht zu reiſen?
Ich ſagte es dir ja bereits.
Ohne Ueberredung, ohne Zwang?
Iſt er nicht ein freier Mann? Wodurch könnte ich einen Zwang gegen ihn ausüben?
Nun wohl, ſagte ſie mit einem tieferen Athemzuge—


