41 Herr Vetter, Ihnen und Ihrer Tochter. Es iſt zwar eine etwas weitläufige Verwandtſchaft, aber unſere Groß⸗ mütter waren doch Schweſtern, und ſo ſind wir immerhin verwandt.
„Ich bin ſchon ſeit Jahren kränklich und obgleich erſt einundfünfzig Jahre alt, doch in der Lage, an mein Ende und meine Erben denken zu müſſen, damit mein Vermögen nicht etwa dem Staate oder der Sippſchaft meiner Frau anheimfalle, welche wahrſcheinlich darauf lauern und meinen Tod nicht erwarten können. Ich habe deßhalb an Sie und Ihre Tochter gedacht und über Sie durch einen zuverläſſigen Agenten, den ich in Ihre Gegend geſchickt, genaue Erkundigungen einziehen laſſen. Was ich auf dieſem Wege erfahren, hat mich in dem Vorſatze beſtärkt, Ihre Tochter zu meiner Univerſal⸗Erbin ein⸗ zuſetzen, wenn ihre Perſönlichkeit meinen Vorſtellungen entſpricht und wir uns über einige Nebenbedingungen geeinigt haben werden, die ich Ihnen mündlich mittheilen will.
„Die erſte Bedingung zur Realiſirung meines Vor⸗ habens iſt jedoch die, daß Sie mit Ihrer Tochter hieher kommen und eine Zeit lang hier bleiben, damit wir uns vollſtändig kennen lernen. Sollten Sie darauf nicht ein⸗ gehen können oder wollen, ſo betrachten Sie das Geſchäft als gänzlich abgebrochen; ich werde dann über mein Ver⸗


