Ihr Vetter und zugleich als ſolcher ſo frei, in meiner Biographie fortzufahren, da ich Grund habe, anzunehmen, daß dieſelbe nicht ohne Intereſſe für Sie bleiben wird. „Mein Vater ſtarb im Jahre 1774, als ich erſt vier⸗ zehn Jahre alt war, und hinterließ ein ſehr großes Ver⸗ mögen. Meine gute Mutter, welche erſt im vorigen Jahre geſtorben iſt, war eine ſehr kluge und zugleich ſparſame Frau, und da ich das Glück habe, ihr in manchen Dingen ähnlich zu ſein, ſo hat ſich mein Vermögen im Laufe der Jahre mehr als verdoppelt. Es gehört bei uns in Ruß⸗ land nicht viel dazu, reich zu werden, wenn man erſt eine ſolide Grundlage beſitzt. Man hat nur nöthig, ſich keiner tollen Verſchwendung hinzugeben, wie es leider die Meiſten thun, dann kommt Alles von ſelbſt. Tauſende müſſen für uns arbeiten, und wir haben weiter nichts zu thun, als ſie allenfalls zur Arbeit anzuhalten und die Früchte derſelben einzunehmen. Kurz, meine Einkünfte belaufen ſich nach einem mäßigen Ueberſchlage auf fünfzigtauſend Rubel jährlich, eine Summe, von welcher ich bei meinem einfachen Leben und meiner Kränklichkeit kaum die Hälfte verbrauche. Kinder habe ich leider nicht. Ich bin einige Jahre verheirathet geweſen, habe mich dann aber von meiner Frau getrennt, da dieſe Heirath das ſchlechteſte Geſchäft war, welches ich in meinem Leben gemacht habe. Verwandte beſitze ich auch nicht, außer Ihnen, verehrter
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