Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 1. Theil (1865)
Entstehung
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ſich nur wenige Perſonen daraus entfernt hatten. Der Gedanke, daß es längere Zeit ſo bleiben würde, daß die⸗ jenigen Menſchen, welche bisher darin gewaltet und es belebt hatten, fehlten und fehlen würden, rief dieſen melancholiſchen Eindruck bei ihm hervor. Unſer Herz unterliegt immer der Gewalt eines tiefen, preſſenden

Schmerzes, wenn wir einſam und allein einen Raum be⸗

treten, in dem uns liebgewordene Menſchen gewohnt und gelebt haben. Jede noch ſo unſcheinbare, werthloſe Sache ruft die Erinnerung wach und macht Stunden oder auch nur Augenblicke lebendig, welche Beziehungen zu den Geſchiedenen enthalten. Wie immer gießt die Erinne⸗ rung dann ihr verſchönerndes, Sehnſucht erweckendes Licht über das alles aus, und unſer Herz zittert unter den Schwingungen, welche immer der mahnende Gedanke an die Vergangenheit und Vergänglichkeit hervorruft.

Er wußte ſelbſt nicht, wie es gekommen war, aber er ſtand in ihrem Zimmer. Sie hatte es erſt vor Kurzem verlaſſen; der Schall von dem Tritte ihres leichten, zier⸗

lichen Fußes bebte noch in den Schwingungen der Luft,

die Thätigkeit ihrer kleinen Hand war noch ſichtbar an vielen Dingen, an einem verſchobenen Blatte Papier, an der Feder, welche neben dem Dintenfaſſe lag, an dem friſchen Stückchen Zucker, welches ſie dem Vogel zwiſchen die Stäbe des Bauers geſteckt hatte, noch an vielen ande⸗