Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 1. Theil (1865)
Entstehung
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21 ren Kleinigkeiten, welche alle ſein Auge erkannte, die ein anderes Auge nicht geſehen haben würde.

Sonſt war Alles ſehr ordentlich, wie es in ihrer Gewohnheit lag, Alles verſchloſſen und zum Theil verän⸗ dert, wie es Jemand einrichtet, den eine lange Ab⸗ weſenheit fern hält. Er war nur ſelten in ihrem Zimmer geweſen, und dann auch nur immer eine kurze Zeit, und doch entging ihm jetzt das alles nicht. Auf dem Seſſel vor ihrem Schreibtiſche lag ein Schnupf⸗ tuch, ſie hatte es offenbar vergeſſen. Sein Auge ruhte eine Zeit lang darauf, ohne daß ſeine Hand ſich bewegte, es zu ergreifen; dann blickte er wieder in dem Zimmer umher, und ſeine gepreßte Bruſt hob ein langer, tiefer Athemzug.

Gewaltſam riß er ſich aus dieſer Stimmung empor, die ihn überkommen, er wußte ſelbſt nicht, wie, trat raſch an den Klingelzug und zog ſo heftig die Glocke, daß das Mädchen faſt beſtürzt hereintrat.

Es bleibt hier Alles ganz unverändert, ſo wie es jetzt iſt. Keiner Sache, auch der kleinſten nicht, darf ein an⸗ derer Platz gegeben werden. Wenn du den Staub ab⸗ wiſcheſt, was jeden Tag gerade ſo geſchehen muß, als ob die gnädige Comteſſe hier wäre, ſo legſt du jede, auch die kleinſte Sache genau wieder guf dieſelbe Stelle, wo ſie jetzt