Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 1. Theil (1865)
Entstehung
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Hedwig's Tuch wehte noch einmal zum Abſchiede, als der Wagen draußen um eine Windung des Weges bog; dann wurde es ſtiller auf dem Schloßhofe, die Die⸗ nerſchaft entfernte ſich wieder, und die Knechte und Mägde nebſt deren Kindern, welche dem großen Ereigniſſe der Abreiſe der gnädigen Herrſchaft gaffend zugeſehen hatten, ſuchten wieder ihre ärmlichen, unreinlichen Wohnungen auf oder begaben ſich an die gewohnte Arbeit.

Walther ſtand noch immer in tiefem Sinnen verloren auf derſelben Stelle. Seine Blicke hafteten am Boden, er ſchien die Gegenwart um ſich her vergeſſen zu haben.

Wollen wir nicht gehen, lieber Sohn? fragte ſeine Mutter nach einiger Zeit; ich glaube, du haſt noch gar nicht gefrühſtückt.

Er fuhr wie aus einem Traume empor. Ich habe hier noch Vieles anzuordnen, ſagte er dann, und werde ſpäter nach Hauſe kommen. Ich bin ja jetzt der alleinige Herr hier, fuhr er mit einem melancholiſchen Lächeln fort, und es ruht eine große Verantwortlichkeit auf mir. Gehe daher, liebe Mutter, ich werde nachkommen, wenn ich das Nöthigſte beſorgt habe.

Jedenfalls kommſt du zu Mittag?

Jedenfalls.

Als ſie ſich entfernt hatte, ging er ins Schloß, das ihm mit Einem Nale ſo öde und leer vorkam, obgleich

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