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nach Paris gereiſ't, und wenn ich redlich gegen ſie hätte handeln wollen, ſo hätte ich gar nicht antworten ſollen.
Wie kleinmüthig Sie ſind! Ich verſtehe Ihre Ge⸗ danken und Gefühle, ſprach ſie dann erregter weiter, indem ihre großen, ſchönen Augen mit erhöhtem Glanze auf ihm ruhten— es iſt vielleicht edel, wie Sie denken— aber wenn ich ein Mann wäre— ich wäre dieſes Edelmuthes nicht fähig, und wenn ich Margot wäre, ſetzte ſie etwas lei⸗ ſer hinzu— würde mich ein ſolcher Edelmuth ſehr unglück⸗ lich machen.
Wenn ſie mich liebt, ſagte er kaum hörbar— wenn ſie mich wirklich noch liebt, ſo muß auch ſie dieſe Liebe aus ihrem Herzen reißen— muß entſagen— vergeſſen— das iſt Alles, was ihr, was uns bleibt— und ich, als der ſtärkere Theil, muß ihr darin vorangehen und ihr die Bahn ebnen.
Nein, das muß ſie nicht, das wird ſie auch nicht, wenn ſie wirklich liebt! O, wie kleinmüthig, wie verzagt Sie ſind! Was kümmert Sie die Marquiſe— die Mar⸗ quiſe iſt Margot— Ihre Margot, was ſie war oder niemals geweſen iſt! Nein, mein theurer Freund, fuhr ſie fort, ihm ihre Hand reichend, laſſen Sie nicht ſo kleinliche, unwürdige Gedanken in Ihrer Seele Raum gewinnen, fol⸗ gen Sie Ihren beſſeren und wahren Eingebungen. Ge⸗ hen Sie mit Muth und Entſchloſſenheit in den Kampf— der Preis iſt des Kampfes werth!
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