Teil eines Werkes 
4. Theil (1864)
Entstehung
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„Dann aber ſchrie ſie faſt laut auf, der Wagen mußte ſogleich halten, ſie ſprang heraus, noch ehe der Bediente den Tritt herablaſſen konnte, und flog mit dem Rufe: Herr Wehring, lieber, beſter Hert Wehring! auf mich zu und umarmte mich, ohne auf die ſich ſogleich ſammelnden und gaffenden Menſchen Rückſicht zu nehmen. Ich war ordent⸗ lich verlegen geworden, was mir lange nicht paſſirt iſt, und ich wagte es kaum, ihre Umarmung zu erwiedern.

„Inzwiſchen war auch ihr Begleiter ausgeſtiegen, in welchem ich ſogleich den jungen Officier erkannte, der Sie damals nicht arretirte, obgleich er es zuerſt igte. Dieſer brachte die Sache ſo weit w der ins. daß wir uns bald zuſammen in den Wagen ſetzten,* ſtens den ſich immer vermehrenden neugierigen Gaffern entrückt zu werden.

„Nun ging das Fragen und Etzählen los— ach, lieber Herr Rohneck, ſie iſt noch ganz, wie ſie war, noch ganz dasſelbe liebe, u natürliche Kind, wie in der Fich⸗ tenau! Schöner iſt ſie geworden und dabei modiſcher ge⸗ kleidet, aber ihr innerſtes Weſen hat ſich nicht verändert. Ich mußte natürlich ausführlich erzählen, ihre Fragen nah⸗ men gar kein Ende, denn ſie hat keinen einzigen Brief we⸗ der von mir, noch von meiner Frau, noch von Ihnen er⸗ halten und wollte es gar nicht glauben, daß auch keiner ihrer Briefe an uns gelangt ſei, denn ſie hat deren mehrere geſchrieben. Die Mutter iſruch mir doch, ſie pünktlich