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vom Geſchicke, daß wir uns wenigſtens an jenem Morgen, als ich fortfuhr und Sie mir ſo nahe waren, nicht noch ein⸗ mal geſprochen haben— hätte ich eine Ahnung davon ge⸗ habt, keine Macht würde mich gezwungen haben, weiter zu fahren, ehe ich Ihnen Lebewohl geſagt!
„Wehring hat mir Vieles, Alles erzählt, daß es Ihnen gut geht, daß Sie eine umfangreiche und lohnende Beſchäftigung haben— o, Sie glauben nicht, wie mich das Alles gefreut hat! Die Stunde, als ich Wehring wie⸗ derſah, nebſt derjenigen, als mein todtgeglaubter, gelieb⸗ ter Bruder Raoul lebend zurückkehrte, waren die glücklich⸗ ſten— die einzigen glücklichen, welche ich ſeit meiner Ab⸗ reiſe aus der Fichtenau verlebt habe. Daraus mögen Sie erkennen, wie es mir hier ergeht. Das Leben und Treiben, für welches ich nicht erzogen bin, läßt mich unbefriedigt. Sie würden Ihre Schülerin kaum wieder erkennen, ſo ernſt und ſtill iſt ſie geworden, und wenn mir der liebe Gott nicht meinen guten Bruder geſandt hätte— ach, ſo würde ich wahrhaft unglücklich ſein! Ich treibe auch noch Muſik, habe Clavier gelernt und Geſang⸗Unterricht bei einem be⸗ rühmten Lehrer— aber das Alles ſpricht mich wenig an. Wenn ich mir einen rechten Genuß verſchaffen will, ſtimme ich meine Guitarre und ſinge ganz leiſe eines jener Lieder, die Sie mich gelehrt haben. Wiſſen Sie noch, wie wir am Abende zum letzten Male das kleine Lied zuſammen ſangen:„Morgen muß ich fort von hier, muß nun Ab⸗


