Teil eines Werkes 
4. Theil (1864)
Entstehung
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ſchied nehmen“— ich konnte es damals nicht zu Ende ſin⸗ gen— und kann es auch noch nicht! Die Hoffnung, Sie wiederzuſehen, welche ſchon ſo nahe gerückt war, daß ich die Erfüllung nach Tagen zählen konnte, iſt nicht zur Wahr⸗ heit geworden, mein Geſchick hat mich in andere Verhält⸗ niſſe geworfen. Aber jetzt lebt ſie wieder auf und flüſtert mir zu, daß ſie ja eben ſo leicht wie Wehring eine Reiſe hieher machen könnten. O, wie glücklich mich dieſer Ge⸗ danke macht, wie glücklich ich bin, Ihnen das ſchreiben zu können mit der Gewißheit, daß dieſe Zeilen in Ihre Hand gelangen! Adreſſiren Sie Ihren Brief an meinen Bruder, Capitän im ſechsten Chevaurlegers⸗Regiment; ich werde ihn dann ſicher erhalten. Wir werden uns wieder ſchrei⸗ ben, nicht wahr— ſollte ich Sie vielleicht nicht darum bitten? Werden Sie mich deshalb tadeln, daß ich es thue? Ich glaube es nicht und folge deshalb den Eingebungen meines Herzens. Wenn ich erſt einen Brief von Ihnen er⸗ halten habe, dann wollen wir uns ausführlichere Mitthei⸗ lungen machen, denn dieſe kurzen Zeilen ſollen Ihnen nur ſagen, daß in alter, unveränderter Weiſe an Sie denkt Ihre dankbare Margot.“ Meine dankbare Margot, flüſterte er kaum hörbar vor ſich hin, indem er die Stelle des Papiers, auf welcher dieſe Worte ſtanden, lange und innig an ſeine Lippen drückte— v, Du liebes, liebes, herziges Kind, wie tief be⸗ ſchämt ſtehe ich vor Dir da, die Du keinen Augenblick das