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welchem aber dennoch immer ſeine ganze Seele hing.— Sie beneidete dieſe Margot, die ſo Vieles, faſt Alles, was wünſchenswerth iſt, durch ihn und von ihm erhalten hatte; ſie beneidete ihn, daß er einem ſo begabten, unſchul⸗ digen Weſen dies hatte geben und gewähren können— aber was er bis dahin ihren ſtillen, ſich ſelbſt uneinge⸗ ſtandenen Wünſchen geweſen war, das hatte er aufgehört zu ſein. Das unbewußte Verlangen ſeines Beſitzes war erloſchen— wie konnte er ihr gehören, der noch immer einer Anderen gehörte? Das war nicht das Ideal, welches in ihrer Seele ſtund— ſo glaubte ſie wenigſtens, und dieſer Glaube änderte ihr Empfinden und ihr Beneh⸗ men. Walther war ihr nur durch das Band eines gegen⸗ ſeitigen Vertrauens näher, ſehr nahe getreten— aber er hatte aufgehört zu ſein, was er bis dahin ihr geweſen oder werden ſollte. Sie konnte an ihn denken wie an einen Freund, wie an einen Bruder— der Stolz des Weibes kam dabei mit zur Geltung, und ſo hatte jene beziehungs⸗ volle Unterredung im Walde bei ihr gerade den entgegen⸗ geſetzten Erfolg.
Die Zuneigung, die Liebe kommt und vergeht, wir können nicht ſagen, woher und weshalb, wir können ſie auch nicht hindern, zu kommen oder zu gehen, wir können nur glücklich vder unglücklich dadurch werden. Ob Hedwig's jeziges Empfinden dauernd ſein würde, ob es nicht eine bloße Schwankung auf der Scalg weiblichen Empfindens


