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Folgt keineswegs? fragte ſie, ihn mit dem Ausdrucke der größten Ueberraſchung anſehend.
Ich weiß nicht, weshalb Sie zu dieſer Schlußfolge⸗ rung gekommen ſind, Frau Marquiſe, erwiederte er ruhig, und komme faſt zu der für mich ſchmerzlichen Ueberzeugung, daß Sie eine ſehr wenig vortheilhafte Meinung von Ihrem künftigen Schwiegerſohne gehegt haben.
Sie wollten nicht zurücktreten? fragte ſie mit ge⸗ ſteigerter Verwunderung.
Ich muß anerkennen, daß ich in Ihrer Lage eben ſo handeln würde, ſagte er immer mit ruhiger Stimme und ſie feſt anſehend, es iſt edel von Ihnen; aber ich würde mich ſelbſt nicht mehr achten, wenn ich auf Ihren Vor⸗ ſchlag einginge. Ich habe, ehe ich mich um Margot be⸗ warb, Ihre und Ihres Herrn Gemahls Zuſtimmung nach⸗ geſucht, und wir haben dann, wie dies ja ſtets geſchieht, auch die Bedingungen feſtgeſtellt, unter denen unſere Ver⸗ bindung geſchloſſen werden ſollte. Dieſe Bedingungen ſind jetzt nicht mehr erfüllbar, es iſt ein unvorhergeſehenes Er⸗ eigniß eingetreten, welches die Ausführung unmöglich macht — aber Sie haben vergeſſen, daß ich inzwiſchen Ihrer Tochter meinen Antrag gemacht— daß ich ihn gemacht habe, weil ich ſie liebe, ſetzte er mit erhobener Stimme hinzu, und dieſe Liebe, welche mich ihren Beſitz zu erlan⸗ gen trieb, ſoll und kann ſie vielleicht plötzlich aufhören,
weil der todtgeglaubte Bruder zurückgekehrt iſt und ſich


