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Aber Ihr habt Euch doch geſchrieben? Geſchrieben?— Ja, einige Male. Weshalb hätten wir uns nicht ſchreiben ſollen?
Und Ihr ſteht noch im Briefwechſel zuſammen?
Ach nein, ſagte ſie traurig— ſeit ich von der Fich⸗ tenau fort bin, hat Niemand mehr von dort an mich ge⸗ ſchrieben— keiner meiner Briefe iſt beantwortet worden.
So weißt Du nichts mehr von ſeinem Ergehen?
Nichts— nichts— auch von Wehrings nichts. Sie haben mich Alle vergeſſen— Alle.
Beide ſchwiegen wieder eine längere Zeit, und wäh⸗ rend er ſie ſtumm und nachdenkend betrachtete, wurde es ihm klar, daß ihr Herz noch immer an jenem Manne hing. Es beſchlich ihn ein wehmüthiges, trauriges Gefühl, in⸗ dem er zu dieſer Erkenntniß gelangte; denn es war für ihn zweifellos, daß dieſe Neigung in ihrem Herzen verge⸗ hen, daß ſie den ganz veränderten Verhältniſſen Rechnung
tragen müſſe.
Meine liebe Margot, ſagte er daher nach längerem Schweigen, indem er ihre in ihrem Schooße gefalteten Hände löſ'te und umſchloß— ich verſtehe den Kummer Deiner Seele. Die Bande einer ſchönen, freudevollen Vergangenheit umſchlingen Dich noch und wollen ſich nicht löſen. Und doch müſſen ſie gelöſ't werden. Es iſt nicht Theilnahmloſigkeit, das Schweigen von drüben; betrachte es nicht ſo, Du würdeſt jenen braven Leuten Unrecht thun⸗
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