Teil eines Werkes 
4. Theil (1864)
Entstehung
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Sie haben erkannt, was Du auch erkennen mußt, und wollen Dir Dein Thun und Handeln nicht unnöthig und nutzlos erſchweren. Deshalb ſchweigen ſie, obgleich es ihnen gewiß ſehr ſchwer wird— ſo mußt Du die Sache anſehen. Und nun ſei wieder heiter, verſcheuche die trü⸗ ben Gedanken— Du haſt jetzt einen Vertrauten, einen Theilnehmer Deines Kummers, der ihn zu würdigen ver⸗ ſteht und es gerechtfertigt findet, daß Deine Gedanken noch oft dort weilen, wo man Dich mit ſo viel Liebe und Güte aufgenommen hat. Vertraue Deinem Bruder, meine gute Margot, und ſprich immer mit ihm, wenn es Dir allein mit Deinen Gedanken zu ſchwer wird.

Sie ſank weinend an ſeine Bruſt und ruhte, von ſei⸗ nem Arme umſchlungen, ſo lange daran, bis es ihr leichter und wohler um's Herz wurde— ſo ſchmerzlich wohl, wie noch nie, ſeit ſie Abſchied von der Fichtenau genom⸗ men hatte.