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Stimme, daß ich Dich heute, am erſten Tage unſeres Wie⸗ derſehens, mit Klagen betrübe— aber ich kann nicht anders— mein Herz iſt ſo voll, ſo ſchwer— ich habe ja Niemanden auf der Welt, als Dich— Dich, meinen ge⸗ liebten Bruder, den mir der liebe Gott ſelbſt in meiner Noth geſandt hat— wie damals!
Du ſprichſt in Räthſeln, Schweſter, Du biſt ſo be⸗ wegt, ſo aufgeregt, ſagte er, ſie beſorgt betrachtend, die mit niedergeſchlagenen Augen da ſaß und dann plötzlich ihr Geſicht an ſeine Bruſt legte, um ihre Thränen zu verber⸗ gen— ſprich doch, ſprich doch, meine gute Margot, was betrübt, was bekümmert Dich ſo ſehr?
Ach, Raoul, hauchte ſie, man will mich zwingen, den Herzog zu heirathen— aber ich werde nie, nie einwilligen — niemals— lieber ſterben!
Du ſollſt Dich verheirathen? fragte er erſtaunt— einen Herzog? Welchen Herzog?
Den Herzog von Villervi.
Ihn? fragte er, indem ſeine Miene ernſt wurde und ſich verfinſterte. Und die Eltern wünſchen dies?
Sie wünſchen es nicht nur, ſie wollen es— ſie haben es mir geboten— aber ich kann nicht— glaube es mir, Raoul, ich kann nicht, ich würde gränzenlos unglück⸗ lich ſein! Beruhige Dich, liebe Schweſter, ſagte er, ſie ſanft an ſich drückend, ſei deshalb ganz ohne Sorgen. Der Herzog


