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über mich denken mögen, das Eine beherzigen Sie und halten es feſt: Es gibt Niemanden, der es beſſer und red⸗ licher mit Ihnen meint, Niemanden, dem Ihr Glück mehr am Herzen liegt, wie mir!—
Als ſie ſich wieder allein befand, war es ihr zuerſt, als ſei ſie von einer drückenden Laſt befreit und könne wie⸗ der athmen; ſie war ja allein mit ihren Gedanken. Aber dieſe Gedanken, welche ſie zuerſt beruhigten, vermehrten bald ihre innere Qual. Auch dieſe Hoffnung war fehlge⸗ ſchlagen, es hatte ihr nichts geholfen, daß ſie ihm rückhalt⸗ los und beſtimmt erklärt, ſie werde ihm nie angehören—
er wollte dennoch ſeine Bewerbungen fortſetzen, weil er die ₰ Ueberzeugung hatte, ihr Widerſtand werde enden. Sie
dachte an ihre Eltern, an deren beſtimmt ausgeſprochenen Willen, und ſah alle die Kämpfe voraus, die ſie zu beſtehen
haben würde. Mehr denn je erſtarkte zwar bei ihr der feſte
Entſchluß, es bis zum Aeußerſten kommen zu laſſen und lie⸗
ber zu ſterben, als ein ſo verhaßtes Band einzugehen— aber ſie kam ſich ſo vereinſamt, ſo hülflos vor, wie niemals in ihrem Leben, verlaſſener und hülfloſer, als damals, als †
ſie, verwundet, nach dem Tode Viorne's in der Apotheke im Harze gelegen. In ihrem Kopfe entſtanden verſchiedene Plane, wie ſie zu handeln habe, und der Gedanke, ſich ⁰ dem Allem durch die Flucht zu entziehen, gewann eine Zeit
lang Raum bei ihr, denn ſie war ſich ihrer Entſchließungen ſelbft nicht mehr klar, und verworrene Ideen, deren Un⸗


