Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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Sie haben darüber zu entſcheiden. Sie können die⸗ ſebe beenden oder fortſetzen, ich werde mich ſtets Ihrem Willen fügen bis in dem Einen Punkte.

Und doch bleiben Sie noch immer! ſagte ſie hart.

Ich gehe, erwiederte er mit ruhiger Stimme, indem er aufſtand aber ehe ich Sie verlaffe, beantworten Sie mir noch Eine Frage Sie mag Ihnen unbeſcheiden er⸗ ſcheinen, aber ſie iſt es in Wahrheit nicht, denn ſie wird mein ferneres Handeln bedingen.

Sie ſah ihn mit geſpannter Erwartung an.

Lieben Sie einen Anderen? fragte er, indem ſeine Au⸗

gen feſt und forſchend auf ihr ruhten.

Wie können Sie es wagen, eine ſolche Frage an mich zu richten? ſtammelte ſie mit bebender Stimme, indem ein tiefes Roth ihr Geſicht bedeckte.

Ich wage es, weil mein künftiges Handeln von der Beantwortung abhangen wird.

O, ich fühle es in dieſem Augenblicke mehr als je, wie ſchutzlos, wie verlaſſen ich bin, daß man mich ſo zu be⸗ leidigen wagt! ſagte ſie, vergeblich nach Faſſung ringend.

Es iſt alſo nicht der Fall, erwiederte er mit einem tieferen Athemzuge ich danke Ihnen, daß Sie meine Frage für eine Beleidigung erklärt haben. Das war ſie abet nicht gewiß nicht Sie werden auch dies ſpäter richtiger beurtheilen. Und nun leben Sie wohl, theuere Margot leben Sie für heute wohl, und wie Sie auch

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Gräſin und Marquiſe. II.