Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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habe keinen Augenblick mehr zu verlieren. Adieu, liebes Kind, Adieu ſprich mit der Mutter und erfreue mich morgen mit der Nachricht, daß Du Deine Anſicht geändert haſt denn es geht einmal nicht mehr anders Du mußt das einſehen.

Sie ſtand noch eine Zeit lang unbeweglich, nachdem er ſich eilig entfernt hatte. Das Rollen ſeines abfahrenden Wagens ſchlug an ihr Ohr, da raffte ſie ſich auf und ging langſam auf ihr Zimmer. Hier wurde ſie nach und nach ru⸗ higer, denn ſie ſagte ſich, daß gegen ihren Willen dieſe Verbindung nicht geſchloſſen werden könne, und ſie war feſt eutſchloſſen, ihren Willen nicht zu beugen, ſelbſt auf die Gefahr hin, mit ihren Eltern dadurch in ein völliges Zer⸗ würfniß zu gerathen. Sie wußte ſelbſt nicht, woher ihr dieſe beſtimmte Entſchloſſenheit kam, aber ſie empfand, daß ſie die Kraft beſitzen würde, auszuharren. Sie ſehnte ſich jetzt nach einer Unterredung mit dem Herzoge, weil ſie über⸗ zeugt war, er werde ſelbſt ſofort zurücktreten, ſobald ſie ihm ohne Rückhalt mittheilen werde, daß ſie ſeine Bewerbung entſchieden und für immer abweiſe. Es kam eine längſt ent⸗ behrte innere Freudigkeit über ſie, welche jede Furcht und Beſorgniß in ihr verſcheuchte.

Wie ſie es erwartet und nun ſelbſt gewünſcht hatte, ließ ſich der Herzog am anderen Tage bei ihr melden, oder vielmehr ihre Mutter meldete ihn bei ihr an. Sie unter⸗ ließ es nicht, ihr Lehren und Ermahnungen zu geben, wie