Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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Die Marquiſe hatte nochmals mit ihrem Manne geſprochen und ihm begreiflich gemacht, daß er Margot's etwaiger Weigerung ſogleich und beſtimmt entgegentreten müſſe, wenn er nicht ſehr unangenehme und nutzloſe Weiterungen herbeiführen wolle, weil er ſelbſt dem Herzoge ſeine Zuſtim⸗ mung gegeben und man daher auf die Launen eines un⸗ verſtändigen Kindes durchaus nicht Rückſicht nehmen dürfe.

Du verſtehſt das nicht, mein Kind, erwiederte er daher, nachdem Margot in ungewöhnlicher Aufregung zu ihm geredet hatte; in ſolchen Dingen haben junge Mäd⸗ chen kein Urtheil. Du weißt, daß ich Dich von Herzen lieb habe, und deshalb mußt Du vertrauen, daß dieſe Verbin⸗

dung zu Deinem Glücke gereichen wird, wenn du es auch noch nicht einſiehſt. Ich werde es niemals einſehen, Vater, ſagte ſie ent⸗*

täuſcht, aber beſtimmt ich werde unglücklich werden!

Kannſt Du das wirklich wollen?

Das ſind thörichte Ideen ſei vernünftig und folg⸗

ſam, erwiederte er mit ſichtlicher Unruhe, mache keine unnö⸗

thigen Schwierigkeiten, es würde doch zu nichts führen und

mich ſehr betrüben ich kann Dir nicht mehr ſagen, denn

ich muß fort, ich habe Eile ſprich mit der Mutter... 6 Willſt du mich wirklich einem Vorurtheile opfern,

Vater? fragte ſie, ſich ihm in den Weg ſtellend, und ihr

Geſicht war bei dieſer Frage ſo bleich geworden und ihre

Augen blickten ihn ſo flehend an, daß er erſchreckt und