Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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gute, einfache, erforderlich gebildete Frau war Alles, was er wünſchte. Er ſchien vollkommen glücklich, als er mit ihr am 27. März im Schloſſe von Compiögne einzog. Die Vermählung ſelbſt wurde in Paris mit all' den Feſtlichkeiten gefeiert, welche das Kaiſerthum mit ſeinen immenſen Mikteln zu ſchaffen vermochte und deren es bedurfte, um Europa zu zeigen, welche Wichtigkeit es dieſer Feier ſelbſt beilege. Napoleon, der ſich von der bisherigen Gefährtin ſeines Glückes, von Joſephine, ge⸗ ſchieden hatte, weil er eine Dynaſtie begründen wollte, ein Wunſch, den ihm das Schickſal bereitwillig zu ge⸗ währen ſchien, nur um ſeinen unter den verſchwende⸗ riſchſten Gunſtbezeigungen des Glückes geborenen Erben bald darauf wieder in Dunkelheit und Unbedeutendheit fallen und auch ſo ſterben zu laſſen— während es den damals noch nicht zweijährigen Sohn ſeines widerſpän⸗ ſtigen Bruders Louis und ſeiner Stieftochter und Schwä⸗ gerin Hortenſe, für deren Schönheit er ſelbſt keineswegs unempfänglich geblieben, auf denſelben Thron ſetzte, von dem es ihn nach wenigen Jahren herabſtürzte— Napo⸗ levn hatte das Beſtreben, der Welt zu zeigen, daß ſeine Ehe mit der öſterreichiſchen Kaiſertochter eine glückliche ſei, namentlich, daß dieſe ſelbſt ſich als ſeine Gemahlin glücklich fühle.

Als daher der zu jener Zeit ſiebenunddreißig Jahre alte öſterreichiſche Miniſter von Metternich, welcher die