ſter, und ſein unſicherer Strahl lag auf der Landſchaft
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Ihrer Seele geworden, kein Strahl, kein Lichtſchimmer er⸗ hellte dieſe Finſterniß— es war ihr, als habe ſie aufge⸗ hört zu leben und läge im Sarge unten im Grabe. Sie vermochte keinen zuſammenhangenden Gedanken zu faſſen, ihre Vorſtellungen verwirrten ſich, ſie verſank in einen apa⸗ thiſchen Zuſtand und dachte und empfand nichts mehr, als daß ihr Leben zu Ende ſei. Aber das Leben iſt ein eigen⸗ thümliches, unerforſchtes Etwas, das den Gegenſtand, in dem es ſich vorfindet, an ſeine Geſetze bindet, ohne Rück⸗ ſicht auf ſeinen eigenen Willen, der ja auch nur ein Aus⸗ fluß dieſes Lebens iſt, und das dieſen Gegenſtand, mag er noch ſo ſchön, noch ſo begabt, noch ſo jung und voll Kraft ſein, den ſtofflichen Verbindungen und Trennungen anheimfallen läßt— ſobald es ihn verlaſſen hat.— Auch Margot blieb den Geſetzen des Lebens unterworfen. Sie erwachte wie aus einem böſen, tiefen Traume und blickte ungewiß umher. Der Mond ſchien durch die Fen⸗
draußen und zitterte in dem rothen Widerſcheine der Oefen. Ein ſtechender Schmerz brachte ſie wieder in die Wirklich⸗ keit zurück— ein einziger, troſtloſer Gedanke ergriff wie⸗ der ihre Seele.— Aber das wilde, verworrene Gewirr ihres Schmerzes hatte aufgehört, ſie vermochte das Ein⸗ zelne desſelben wieder zu erfafſen. Ach, dahin waren alle ihre Hoffnungen, mit welchen ſie ſeine Ankunft ſo genau berechnet hatte— Alles dahin— für immer! Zwi⸗


