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ſetzte er freundlich, ihre Hand ergreifend, hinzu; das mußt Du daher als unabänderlich annehmen— wenn es Dir eine Freude macht, wollen wir Dich bis zum Dorfe beglei⸗ ten— wir werden dann noch einige Stunden länger zu⸗ ſammen ſein.
Morgen, morgen ſoll ich fort! klagte Margot, ohne auf die Gegenwart der Fremden weiter zu achten— mor⸗ gen ſchon von hier ſcheiden— von Euch— von Allem, was mir lieb und theuer auf der Welt iſt— ach, wie ſehr, ſehr unglücklich bin ich!
Man ſuchte ſie zu tröſten; ſelbſt die Frau Wehring machte einen ſchwachen Verſuch, obgleich ſie ſelbſt des Tro⸗ ſtes ſo ſehr bedürfte, und es gelang endlich, den heftigen Sturm ihrer Gefühle ſo weit zu beſchwichtigen, daß man ſich ſpäter zu Tiſche ſetzen konnte. Kaum hatte man jedoch mit dem Eſſen begonnen, als ſie aufſprang und eilig das Zimmer verließ.
Laß ſie, ſagte Wehring, als ſeine Frau ihr nacheilen wollte— laß ſie, es iſt am beſten für ſie, wenn ſie jetzt mit ſich allein iſt.
Sie war mit ſich allein. Sie ſaß oben auf ihrem Zimmer, deſſen Thür ſie verſchloſſen hatte, einſam und allein— nur der Schmerz war ihr Geſellſchafter. Welche qualvollen Gedanken durchzuckten ihr Herz, das noch vor wenigen Stunden ſo frendig, fo hoffnungsvoll geſchlagen hatte!— Es war mit Einem Male tiefe, tiefe Nacht in


