Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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Er iſt nicht dort? ſagte ſie mit ſchmerzvollem Tone — er auch nicht?

Es wird Zeit ſein, hinſichtlich unſerer Abreiſe das Nöthige zu verabreden, bemerkte der Fremde jetzt; die Un⸗ geduld, mit welcher Sie erwartet werden, und die mir des⸗ halb ertheilten Inſtructionen machen es mir zur Pflicht, ſie nach Möglichkeit zu beeilen. Wir hatten daher die Abſicht, ſchon heute Abend abzureiſen und die Nacht durch⸗ zufahren; auf den Wunſch des Herrn Wehring habe ich mich jedoch dazu verſtanden, unſere Abreiſe bis morgen zu verſchieben.

Morgen? rieſ Margot in neu erwachter Angſt— morgen ſoll ich ſchon fort? O nein, das werden Sie gewiß nicht verlangen, ſo grauſam können Sie nicht ſein!

Grauſam? wiederholte Jener in einem befremdenden Tone— iſt es grauſam, den Eltern die verloren geweſene Tochter ſo bald als möglich zurückzubringen?

I„ch kann nicht— es iſt unmöglich! rief Margot, die Hände ringend— ich würde ſterben!

Faſſe Dich, mein Kind, ſagte Wehring mit ernſtem, liebevollem Tone— ich habe geglaubt, Du ſeieſt es. Be⸗ herzige meine Worte, die ich oben zu Dir ſprach. Was geſchehen muß, muß geſchehen, und es iſt beſſer Deinet⸗ und unſeretwegen, daß es nun bald geſchieht. Ich habe dem Herrn Bevollmächtigten Deines Vaters verſprochen, daß Du morgen reiſen ſollſt— morgen Nachmittag—