Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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ſchen ihm und ihr hatte ſich eine unüberſteigliche Kluft ge⸗ bildet— ihr Auge konnte nie mehr dem Blicke des ſeini⸗ gen begegnen— Alles, Alles dahin, für immer verloren! — Sie zündete Licht an, ſchloß ihr Heiligthum auf und nahm den ſo oft mit innerer Seligkeit daraus entnomme⸗ nen Umſchlag hervor.

Wie waren ihre Empfindungen ſo troſtlos, ſo un⸗ ſäglich ſchmerzlich, als ſie all die werthloſen und doch für ſie ſo werthvollen Gegenſtände betrachtete und ſeine Briefe las! Ihre Thränen floſſen, ohne daß ſie es wußte, und be⸗ feuchteten das Papier, auf welchem ihre Augen ſo oft in ſtiller, beglückender, heimlicher Mädchenfrende geruht hatten.— Es war ſchon Mitternacht, als ſie den Um⸗ ſchlag wieder zuband— einmal mußte es ja doch geſche⸗ hen.— Jetzt erſt las ſie den Brief von ihren Eltern— aber er brachte ihr keinen Troſt— ſie hatte kein Verſtänd⸗ niß für dieſe wenn auch liebevoll geſchriebenen Worte.— Dann kam ihr der Gedanke, ihm zu ſchreiben, wie ein troſtvoller Lichtſtrahl in die Nacht ihres Schmerzes. Was

ſie chrieb— wir wiſſen t denn als der Priss