Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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Raume der ſonſt fo friedlichen Laube eine tiefe Stille, nur unterbrochen von dem Schluchzen der weinenden Frauen.

Wehring ſtand ſchweigend daneben auch er be⸗ durfte Zeit und Sammlung zur weiteren Erfüllung der ihm obliegenden, ſo ſchmerzlichen Pflicht. Deine Eltern befin⸗ den ſich in Paris, Margot, ſprach er dann weiter.

In Paris, in Paris! rief diefe dort ſoll ich hin ſo weit.

Es ſind reiche, vornehme und angeſehene Leute Du biſt eine Marquiſe de Beaumont..

Nein, nein, fuhr Margot jetzt in erneutem Schmerze empor ich bin keine Marquiſe, ich bin Deine Tochter, liebe Mutter Eure Tochter nur Eure Tochter, nie und nimmer etwas Anderes! Ihr habt mich aufgenom⸗ men, als ich hülflos und verlaſſen war, meine Eltern ha⸗ ben nicht nach mir gefragt, ſich nicht um mich bekümmert, ſie haben kein Recht, mich von Euch zu trennen nie, nie⸗ mals werde ich Euch verlaſſen o, verſtoßt mich nicht ſchickt mich nicht wieder fort in die weite Welt, unter fremde, kalte Menſchen!

Höre mich jetzt ruhig an, mein Kind, ſagte Wehring, ſich gewaltſam zwingend, es iſt vor allen Dingen nöthig, daß Du die näheren Umſtände erfährſt, welche es Deinen Eltern bisher unmöglich gemacht haben, Dich bei ſich zu ſehen, nachdem Du ihnen von jenem Viorne geraubt wor⸗ den warſt.