Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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ihre Hand ergreifend, ſei vor allen Dingen wuhig und ge⸗ faßt und auch Du, liebe Fran, nimm Deine Stärke zu⸗ ſammen wir müſſen auch dies mit einander tragen, wie wir ſo Vieles und ſo Manches mit einander getragen ha⸗ ben. Jener Mann, mein Kind, fuhr er ruhiger fort, iſt nicht Dein Vater und jene Frau nicht Deine Mutter.

Gott ſei Dank! hauchte Margot.

Sprich nicht ſo, mein Kind, denn es iſt ein großes Unrecht; wenn ſie es wären, ſo würdeſt Du hinabgehen, Du würdeſt

Aber ſie ſind es nicht ſie ſind es nicht! unterbrach ſie ihn mit vor Angſt bebender Stimme.

Nein, nein, ſie ſind es nicht es ſind nur ihre Be⸗ vollmächtigten, welche ſie geſchickt haben, um Dich zu ihnen zu bringen.

Ich ſoll Euch verlaſſen! rief Margot, ſich jetzt ganz ihrem Schmerze hingebend Dich, liebe Mutter, die mich am meiſten von allen Menſchen auf der Welt geliebt hat, und Dich, lieber Vater o, nie, niemals lieber will ich ſterben!

Sie umſchlang bei dieſen leidenſchaftlich geſprochenen Worten die ſelbſt in ihrem Schmerze rathloſe Frau, preßte ſie heftig an ſich und brach in ein lautes, krampfhaftes Wei⸗ nen aus. Sie hielten ſich Beide feſt umſchlungen, ſie wein⸗ ten Beide, und längere Zeit herrſchte in dem ſchattigen