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Ja gewiß, freudig— denn die Fremden bringen Nach⸗ richt von Deinen Eltern, liebe Margot.
Von meinen Eltern? rief dieſe erbleichend, indem ſie ſich zitternd an der Lehne eines Stuhles hielt— ich— ich habe Eltern?— Noch andere Eltern— und ſie erkundigen ſich nach mir?
Sie ſank bei dieſen Worten auf den Stuhl; es er⸗ griff ſie ein Gefühl unnennbarer Angſt, als ob ein großes Unglück gegen ſie im Anzuge ſei— dann brach ſie in hef⸗ tiges Weinen aus.
Wehring's Frau befand ſich in einer ähnlichen Lage — der Gedanke erfaßte ſie, daß ſie Margot wieder verlie⸗ ren könne— ſie wußte, daß es ſo kommen würde, wenn es auch noch nicht ausgeſprochen war, und ein Schmerz, wie ſie ihn noch nie empfunden, umnachtete ihre Seele, ihre Gedanken.
Ihr thut, als ob ich Euch das größte Unglück verkün⸗ det hätte, fuhr Wehring, ſich gewaltſam zwingend, fort, während wir uns gewiß doch nur darüber freuen können, daß unſere gute Margot endlich ihre Eltern wiedergefun⸗ den hat, welche den Augenblick, ihre ſo lange verlorene Tochter zu umarmen, mit Sehnſucht herbeiwünſchen.
Sind jene meine Eltern? fragte Margot mit einem faſt verzweiflungsvollen Blicke— jener Mann und jene Frau 2 Sei ruhig, mein liebes, gutes Kind, ſagte er zärtlich
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