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cher Erinnerung ſich ergehend, bald der troſtloſen Zukunft verfallen— denn für ſie war in dieſem Augenblicke die Zukunft nur öde und leer— und was ſie ihr ſonſt bot, hatte jeden Werth verloren. Nachdem ſie mehrere Stunden in dieſen Gedanken geſeſſen, geweint und ihre Thränen ge⸗ trocknet und dann doch wieder geweint hatte, fingen andere Erwägungen an, in ihr die Oberhand zu gewinnen.
Es iſt ja zu ſeinem Glücke, dachte ſie, und ich würde dieſes Glück trüben, wenn ich ihm zeigte, daß ich deshalb traurig wäre— o nein, nein, es iſt ja zu ſeinem Glücke— ich darf nicht einmal traurig ſein— ich würde dann nur an mich denken.— Dieſer Gedanke zündete plötzlich in ih⸗ rer Seele und brach dem Schmerze die Spitze ſeines Sta⸗ chels ab. Sie mußte ſich freuen, daß er glücklich war— wie undankbar würde ſie ſonſt gegen ihn handeln, gegen ihn, dem ſie ſo viel, ſo unendlich viel Dank ſchuldete.— Rein, nein, das dürfte ſie nicht; ſie mußte ihre ganze Kraft, ihren ganzen Willen zuſammennehmen, um nicht in dieſen Fehler, nicht in dieſe Sünde zu verfallen.
So wurde ſie nach und nach ruhiger, es kam eine ihr ſelbſt unerklärliche Freudigkeit über ſie, die Freudigkeit des Entſagens— für ihn.
Es war ſchon ſpät, als ſie hinabging; ſie hatte ſich bemüht, die Spuren der Thränen unſichtbar zu machen, aber es gelang ihr doch nicht, ſo ſehrſie auch danach ſtrebte,


