Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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und voll tiefer innerer Bewegung ſprach, unausgeſetzt an der Stelle des Papiers, die von ihren Thränen feucht und ſo zur Verrätherin ihres Schmerzes geworden war. Dann faltete er den Brief langſam zuſammen und verließ geſenk⸗ ten Blickes die Laube.

Und wo war Margot? Es wird kaum nöthig ſein, es Dir zu ſagen, geneigte Leſerin, denn ihre reine, kindliche Seele liegt ja offen vor Dir da und Dukannſt hineinblicken wie in ein aufgeſchlagenes Buch.

Einem verfolgtem Rehe gleich war ſie nach ihrem Zimmer entflohen; dort verriegelte ſie die Thür und ſank

weinend auf einen Stuhl. Es war der erſte große, tie fe

Schmerz, der ihr junges Herz erfaßte und ſeine Krallen feſt und ſcharf in dieſes Herz einſchlug, das ihm wider⸗ ſtandlos verfallen war und gar nicht einmal einen Verſuch machte, ihm entgegen zu treten.

Nnn war Alles, Alles dahin, Alles, was ihr Daſein

verſchönt hatte. Der Gedanke, daß dies von jetzt an auf⸗

hören werde, daß ſie ihn nie wiederſehen ſolle, den ganzep Tag nicht und auch dann nicht, wenn, der Abend kam gar nicht mehr ach, dieſer Gedanke war ſo unausſprech⸗ lich ſchmerzvoll, daß ſie nicht einmal mehr zu weinen ver⸗ mochte. Er ſollte ſie nun nicht mehr lehren, ſie ſollte ſei- nen Worten nicht mehr lauſchen nicht mehr mit ihm muſiciren nichts, nichts mehr von Allem! Sie em⸗ pfand jetzt, wie ſehr ſie ſich auf die Stunden, welche ſie in