Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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dieſem lieblichen Kinde ſcheiden müſſe, das mit einem ſo unbedingten Vertrauen an ihm hing, ſo preßte ſich ſeine Bruſt krampfhaft zuſammen und ein ſtechender Schmerz zog durch ſeine Seele.

Ich muß vor Allem ganz ruhig, ganz unbefangen mit ihr reden, ſprach er vor ſich hin, gleichſam ſich ſelbſt ermuthigend mein Gott, es thut mir leid, es wird ihr auch vielleicht leid thun, aber nun, jedenfalls muß es jetzt doch einmal geſchehen.

Nicht ohne ein gewiſſes Bangen trat er wieder in die Laube, aber ſie war leer. Margot war nicht mehr darin, und auf dem Tiſche lag ſein Brief.

Sie iſt fort, ſagte er mit ſichtlicher Ueberraſchung fort, ohne und den Brief hat ſie zurückgelaſſen, ſprach er weiter, indem er ſich umſah, ob er ſie vielleicht noch irgendwo im Garten erblicke nein, ſie iſt fort, ganz fort. Iſt ſie vielleicht abgerufen worden und hat den Brief noch gar nicht geleſen? Nein, nein, ſagte er dann mit leiſe bebender Stimme, nachdem er den Brief ergriffen hatte, während ſein Auge mit tiefer Bewegung darauf ruhte ſie hat ihn geleſen, denn hier ſind die Spuren ihrer Thränen. Alſo deshalb iſt ſie gegangen? Liebes, gutes Kind! Ach, ich hätte doch nicht ſo eilig handeln, mir die Sache reiflicher überlegen ſollen we⸗ nigſtens nicht, bevor ich mit ihr geredet!

Sein Auge haftete, indem er dieſe Worte langſam