Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Iſt es denn eine wichtige Sache, Sie machen mir ordent⸗ lich Angſt?

Es iſt eine wichtige Sache, wenigſtens wichtig für mich, da ſie auf mein ganzes künftiges Leben einen großen Einfluß üben wird; doch ich will Sie nicht länger mit die⸗ ſen unbeſtimmten Reden hinhalten, fuhr er, ſich zu einem Entſchluſſe aufraffend, fort, Sie haben mir in einer für Sie wichtigen Angelegenheit Ihr volles Vertrauen ge⸗ ſchenkt, Sie haben mir aus dem Briefe Ihres Bruders, oder des Geſpielen Ihrer Kindheit, was er nun ſein mag, kein Geheimniß gemacht hier, hier leſen Sie auch dieſen Brief Sie werden daraus Alles erfahren, was mir bevorſteht!

Einen Brief? ſagte ſie erbleichend. Nein, nein, wenn etwas Erſchreckliches darin ſteht, ſo mag ich ihn nicht leſen ſagen Sie mir ſelbſt

Erfüllen Sie mir dieſe Bitte, flehte er, leſen Sie den Brief hier iſt er, und damit Sie Zeit dazu haben, ſetzte er leiſe hinzu, denn er iſt lang, will ich Sie jetzt allein laſſen, aber ich kehre bald zurück.

Mit dieſen Worten verließ er die Laube, und indem er bis an die äußerſte Gränze des Gartens hinausging, zögerte er abſichtlich mit der Rückkehr weit länger, als nöthig geweſen wäre, um Margot den Brief leſen zu laſ⸗ ſen. Es war ihm, als habe er ein großes Unrecht gegen

ſie begangen, und wenn er daran dachte, daß er nun von