Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Gedankenvoll ſchritt er leiſe in dem kleinen Zimmer auf und ah, indem ſeine Blicke bald hinausſchweiften in die ihm wohlbekannte Gegend, bald ſchwermuthsvoll auf den ihm noch bekannteren Gegenſtänden des Zimmers ſelbſt verweilten. Es waren die erſten ſchweigenden Ab⸗ ſchiedsgrüße, die er ihnen zuſandte, Grüße, welche Niemand ſah, die er ſelbſt nicht als ſolche erkannte, die aber doch mit all' dem Schmerze, und der ganzen Gewalt, welche ihnen gegeben iſt, ſein Herz zuſammenpreßten. Er las dann wieder die in der Nacht geſchriebenen Briefe ſie kamen ihm fremd und egoiſtiſch vor; er war einen Augen⸗ blick ſogar Willens, ſie wieder zu vernichten, aber er that es nicht, indem er hch ſagte, es werde ja noch immer von ihm abhängen, ob er ſie in dieſer Form abſenden wolle oder nicht. n js m

Er ging hinab und traf unten Wehring, der, ſeiner

£ Gewohnheit gemäß, vor dem Frühſtücke ſich einige Zeit iim Garten erging. Es drängte ihn wieder, die Entſchei⸗

dung herbeizuführen und ſich den Rückzug abzuſchneiden. ch habe mir die Sache überlegt, jagte er daher, nachdem ſich Beide in gewohnter Weiſe begrüßt hatten, und bin zu einem Entſchluſſe gekommen. Ich dachte mir's, da Sie geſtern Abends ausblieben, erwiederte Wehring ruhig; nun, und? usife, 111 Ich werde Ihren Rath befolgen, ſagte Walther mit etwas unſicherer Stimme, denn es wurde ihm ſichtlich