Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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In dem erſten Briefe konnte er es nicht unterlaſſen, den Gefühlen ſeines Inneren Rechnung zu tragen, welche ihn bei der Erwägung darüber, ob er bleiben oder kommen ſolle, bewegt hatten; er that dies mehr, weil es für ihn ein inneres Bedürfniß war, als weil er es ſeines Freundes wegen für nöthig hielt. An ſeine Mutter erwähnte er jedoch von Allem dieſem nichts, ſondern benachrichtigte ſie nur, daß er bald, in längſtens drei Wochen, dort eintreffen werde, und malte dann die Freude des Wiederſehens in lebhaften Farben aus. Je länger er ſchrieb, je mehr ſeine Gedanken und ſeine Einbildungskraft ſich mit den Bildern der Heimath beſchäftigten, deſto lebhafter trat dieſe vor ſeine Seele und ſteigerte die Sehnſuch derſelben. Er hätte am liebſten ſofort aufbrechen und forteilen mögen aber als er dann die Briefe beendet und ſich ſelbſt zur Ruhe gelegt hatte, da kamen wieder andere Gedanken, die, im Gemiſch und im Widerſpiel mit jenen, noch lange den Schlaf von ſeinen Augen fern hichn Schon nach einem kurzen Schlummer erwachte er wiede Sonne ihre erſten röthlichen Strahlen in ſein Zimmer warf. Er blickte, ſeine Gedanken ſammelnd und wie aus einem tiefen Traume erwachend, umher, obgleich er ſich nicht erinnerte, geträumt zu haben; dann ſprang er raſch auf, mit einem Gefühle von Angſt und Beklemmung, um von der wenigen Zeit, die ihm hier zu verweilen noch ver⸗ gönnt war, keine nutzlos dem Schlafe zu opfern.

r, als die aufgehende 5