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hin, und es werden bald viele Abende vergehen, wo er nicht kommt— auch das hat vielleicht ſein Gutes.
Sie deckte ſchweigend den Tiſch, wie ſie es immer that, und zögerte ſo lange als möglich, ehe ſie das Eſſen hereinbringen ließ, ſo lange, bis ſie Wehring mit der Be⸗ merkung daran erinnerte, ob heute gar nicht zu Abend ge⸗ geſſen werden ſolle.
Sein Platz blieb leer und ſie außergewöhnlich ſchweig⸗ ſam und ernſt. Die wiederholte Aufforderung zum Singen lehnte ſie ab, obgleich dies ſonſt faſt an jedem Abende ge⸗ ſchah und oft ſo lange und ſpät in die Nacht hinein, daß die beiden in dieſe Beſchäftigung vertieften jungen Leute von Wehring oder ſeiner Frau daran erinnert werden muß⸗ ten, es ſei Zeit, zur Ruhe zu gehen. Heute ſchützte ſie Müdigkeit vor und verließ außergewöhnlich früh das ge⸗ meinſchaftliche Wohnzimmer.
Droben aber in dem ihrigen blieb ſie noch lange auf, ſelbſt als ſie das Licht ausgelöſcht hatte, was ſie ſehr bald that. Sie trat dann an das Fenſter und blickte in die Gegend hinaus, die ihr jetzt bis auf die kleinſten Einzel⸗ heiten bekannt war. Vor der Mondſichel, die ſo eben über den Bergen mit mattem Lichte emporſtieg, flogen die Wol⸗ ken raſch vorüber, ſie bald bedeckend, ſie bald wieder ent⸗ ſchleiernd, ſo daß es ſchien, als ob der Mond ſelbſt eilig an dem Himmel durch die Wolken dahinliefe. Die Eſſen warfen wieder ihre feurige Lohe hoch empor und der röth⸗


