Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Ach, das iſt ja recht unangenehm, ich habe mich gerade auf heute Abend ſo ſehr gefreut. Glauben Sie, daß er noch lange ausbleiben wird? ch weiß es nicht, mein Kind; aber man freut ſich vft auf Vieles, was nicht in Erfüllung geht, und es iſt gut, wenn man früh anfängt, ſich daran zu gewöhnen.

Wie meinen Sie das? fragte ſie ängſtlich; es iſt doch nichts Beſonderes vorgefallen?

Daß ich nicht wüßte. Aber Du ſelbſt biſt ſo unruhig, deshalb ſagte ich das. a es ärgert mich auch, daß er heute gerade nicht kommt, denn er weiß, daß ich die Arie gelernt habe und ſie heute ſingen wollte. Nun, ſo ſinge ſie mir vor. Nimm die Guitarre, ich werde aufmerkſam zuhören. Ihnen? fragte ſie mit gedämpftem Tone. Nein, nein, ſetzte ſie dann raſcher hinzu, erſt muß er ſie hören, ob ich auch keine Fehler mache ach, ich glaube, jetzt kommt er, fuhr ſie fort, indem ſie wieder an das Fenſter eilte nein, er iſt es wieder nicht! Es iſt abſcheulich, mich ſo vergebens warten zu laſſen, und ich werde morgen die Arie auch nicht ſingen.

Wehring blickte dem Mädchen, das bei dieſen Worten das Zimmer vekließ, mit einem langen Blicke nach ja, ja, mein Kind, er kommt heute nicht, ſprach er dann vor ſich