Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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der Natur, in ſchönen, anſcheinend ſonnenhellen Tagen g ſammelt und ſich allmählig verdichtet. Der belebende Hat, der die Nebelmaſſen zerſtreut, will nicht erſcheinen, und dem Wechſel verfallen wie alles Irdiſche, muß er ruhig ausharren, ſich tröſtend in der trüben Gegenwart mit der Erinnerung deſſen, was vergangen iſt, und mit der ſtets bereiten freundlichen Hoffnung des wiederkehrenden Son⸗ nenſcheines.

Ein alter Mann, welcher mit beſorgten und ängſtli⸗ chen Blicken aus dem kleinen Fenſter eines niedrigen, aber freundlichen Bauernhauſes blickte, ſchien jedoch ganz an⸗ deren als dieſen melancholiſchen Betrachtungen obzuliegen, denn er lauſchte mit faſt athemloſer Spannung auf den Schall des aus der Ferne herübertönenden, jetzt ſchon eut⸗ lich zu vernehmenden Schießens. Das, was er hörten war nicht der Wiederhall einzelner Schüſſe, wie dies etwa 6 Jagd in ihrem Gefolge hat, ſondern das oft wiederholte Knattern eines lebhaften Gewehrfeuers, und jetzt eben, als er ſich zurücklehnte, um ſeinen Kopf aus dem offenen Fen⸗ ſter zu entfernen, erdröhnten auch die erſten dumpfen und

an den Bergen hinrollenden Donner von abgefeuerten Ges

ſchützen. 5 Margot, ſagte der Mann, indem er heftig das kleit Fenſter feſt zuſchloß, als ob er ſich dadurch hätte ſichei

8 wollen, Margot, mein Kind, die Sache fängt an, ſehr be denklich zu werden!