Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Das junge Mädchen, zu dem der alte Mann dieſe

e ſprach, ſchien noch weit mehr von Furcht ergriffen, er ſelbſt. Sie ſtand bebend an einem Tiſche, und die Bläſſe ihres jngendlichen, kindlichen Geſichtes und der angſt⸗ volle Blick ihrer grauen, dunkeln Augen hätten allein ge⸗ nügt, um die Beſorgniſſe ihres Innern zu bekunden.

Was könnte geſchehen, Herr Viorne? ſagte ſie kaum hörbar; Sie belehrten mich doch noch geſtern, der Krieg ſei nur hinten weit in Oeſterreich, der Kaiſer habe geſiegt und der Friede ſei jetzt gewiß.

So iſt es auch, mein Kind, erwiederte der alte Mann, indem er wieder angſtvoll auf das immer an Heftigkeit zu⸗ nehmende Schießen lauſchte; der Kaiſer hat geſiegt, die Oeſterreicher ſind bei Wagram geſchlagen, es iſt längſt ein

Waffenſtillſtand geſchloſſen, aber dieſer Marodeur, dieſer

Herzog von Braunſchweig hat ihn ja nicht angenommen

und ſetzt auf eigene Hand den Krieg fort. Es wird ihm

zwar nichts helfen, er wird bald vernichtet ſein, aber hier, hier, ſo weit im Rücken der Armee, hier, wo Niemand an die Möglichkeit eines feindlichen Ueberfalles dachte, wird es ihm vielleicht gelingen, Unheil genug anzurichten! Glauben Sie, Herr Viorne? fragte in neuer, ſicht⸗ barer Angſt das junge Mädchen. Aber uns kann doch nichts geſchehen? S Wer kann das wiſſen; ſie ſcheinen es auf unſer Dorf abgeſehen zu haben, und ſolche Dorfgefechte ſind in der 18