Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Erſtes Capitel.

Es war ein trüber, regneriſcher Sommermorgen und noch ſehr früh. Die tiefziehenden ſchweren Wolken hingen an den waldbewachſenen Bergen, ſie bald ganz verhüllend, bald hier und da einzelne Stellen, höhere Kuppen oder finſtere Schluchten für kurze Zeit entſchleiernd, ohne jedoch jemals das ganze Gebirge mit ſeinen ſonſt ſo ſchönen ma⸗ leriſchen Linien dem Auge ſichtbar werden zu laſſen. Selbſt au den untern, ziemlich ſteil in das enge Thal abfallenden Bergwänden zogen dünne, graue Schleier hin, bald ver⸗ ſchwindend, bald wieder ſo plötzlich entſtehend, als wenn ſie aus den Kronen der feuchten, dunkelen Bäume heraus⸗ gewachſen wären. Die Stimmung der Natur glich derjeni⸗ gen eines Menſchen, aus deſſen Seele immer wieder trübe und düſtere Gedanken aufſteigen, ohne daß er weiß, wo⸗ her ſie kommen, die er gern verſcheuchen möchte, aber ihrer nicht Herr werden kann. Der Stoff dazu hat ſich, wie in

Gräfin und Marquiſe. 1.

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