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ruft— mein ganzes Leben, mein ganzes Daſein gehört fortan nur dir!
Sie vermochte ihn nur mit den lieben, treuen Augen, in denen die Thränen der reinſten Freude glänzten, dank⸗ bar und voll unendlicher Liebe anzublicken, ohne zu ant⸗ worten. Das heiterſte, von den innerſten Gefühlen der Freude belebte Feſt ſchloß dieſen ſchönen Tag, und als die Nacht ſich herniederſenkte, flammte wieder, wie da⸗ mals zur Feier der Schlacht von Aspern, auf der nahen Höhe ein mächtiger Holzſtoß empor, der weiten Umge⸗
gend den Jahrestag der großen Völkerſchlacht und zu⸗
gleich das ſchönſte Feſt in dem Leben zweier ihrer Kämpfer verkündend.
Erbach blieb im Militärdienſt, Venner aber trat wieder zu ſeiner alten Beſtimmung zurück. Der Frei⸗ herr erfreute ſich noch in einer Anzal von Jahren des Glückes ſeiner Kinder, wie er auch Anna immer nannte, und ſpielte noch mit ſeinen Enkeln, ehe er ſtarb.
Erbach und Venner verließen ſpäter den Dienſt und wohnen jetzt als Nachbarn zuſammen, der letztere in Schönberg, der erſtere in der nächſten Nähe, obgleich Beider Güter ſeit einiger Zeit von ihren Söhnen be⸗ wirthſchaftet werden. Ihren Mittheilungen an manchem heiteren Winterabende beim lodernden Kaminfeuer ver⸗ danke ich allein den Stoff und die Einzelheiten dieſer wahrhaften Geſchichte. Als ich vor einigen Tagen wie⸗ der zum Beſuche dort war, wurde ich von der Frau


