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Wir treten hier im Gotteshaus
Mit frommem Muth zuſammen.
uns ruft die Pflicht zum Kampf hinaus,
Und alle Herzen flammen.
Denn was uns mahnt zu Sieg und Schlacht, Hat Gott ja ſelber angefacht.
Dem Herrn allein die Ehre!
„Nach Abfſingung des Liedes,“ ſchreibt Körner in einem Briefe an ſeinen Vater,„hielt der Prediger des Ortes, Peters, eine kräftige, allgemein ergreifende Rede. Kein Auge blieb trocken. Zuletzt ließ er uns den Eid ſchwören, für die Sache der Menſchheit, des Vaterlan⸗ des und der Religion weder Gut noch Blut zu ſchonen und freudig zum Siege oder zum Tode zu gehen. Wir ſchworen!— Darauf warf er ſich auf die Kniee und flehte Gott um Segen für ſeine Kämpfer an. Bei dem Allmächtigen, es war ein Augenblick, wo in jeder Bruſt die Todesweihe flammend zuckte, wo alle Herzen helden⸗ würdig ſchlugen. Der mit Würde vorgeſagte und von Allen nachgeſprochene Kriegeseid, auf die Schwerter der Offiziere geſchworen, und: Eine feſte Burg iſt unſer Gott, machte das Ende dieſer herrlichen Feierlichkeit“
Als der Gottesdienſt beendet war und die Schaar die kleine Kirche verlaſſen hatte, währte es eine geraume
Zeit, bis es möglich wurde, ſie in Reihe und Glied auf⸗ zuſtellen. Weinende Eltern, Geſchwiſter und Bräute hingen in den Armen der jungen Krieger, immer noch
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