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neuen Kameraden einen alten Freund wieder begrüßt, den er vor Jahren in einer trüben Zeit im Rieſenge⸗ birge kennen gelernt hatte— den begeiſterten Sänger des Freiheitskrieges— Theodor Körner. Er war ſofort nach dem Aufrufe des Königs von Wien herübergeeilt. „Deutſchland ſteht auf,“ hatte er an ſeinen Vater geſchrie⸗ ben,„der preußiſche Adler erweckt durch ſeine kühnen Flü⸗ gelſchläge die große Hoffnung einer deutſchen Freiheit. Meine Kunſt ſeufzt nach ihrem Vaterlande— laß mich ihr würdiger Jünger ſein!“ Sein Gedicht„Aufruf“ be⸗ fand ſich in Aller Händen und hatte die ohnehin ſchon begeiſterte Stimmung noch mehr entflammt.
Friſch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen, Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht, Du ſollſt den Stahl in Feindesherzen tauchen; Friſch auf, mein Volk!— Die Flammenzeichen rauchen, Die Saat iſt reif; ihr Schnitter, zaudert nicht!
So hatte er geſungen, und wir wollen auch die Feier jenes Morgens mit ſeinen eigenen Worten wiedergeben.
Die Krieger und mit ihnen diejenigen, welche ge⸗ kommen waren, um von ihnen Abſchied zu nehmen, er⸗ füllten die kleine Dorfkirche zu Rogau am Fuße des Zobten, und der ganze Platz um dieſelbe ſtand voller Menſchen. Man ſang zuerſt den von Körner zu dieſer Feier gedichteten Choral, welcher begann:
Guſtav vom See, Vor fünſzig Jahren. III. 16


